Letzte Änderung:

02.03.2010

 

 

Wir achten die Rechte der Kinder

           

Kinder haben ein Recht auf Geborgenheit, Zuwendung und Achtung. Sie werden aber überschwemmt von Angeboten unterschiedlichster Art: Sei es im Supermarkt, in den Medien oder von den vielfältigsten Freizeitangeboten. Deshalb haben Kinder es immer schwerer, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln sowie eigene Werte zu finden.

In der Zusammenarbeit mit den Eltern achten wir deshalb die Bedürfnisse der Kinder, stellen aber immer ihr Wohl in den Vordergrund.

  • Ihr Recht auf Individualität                

Kinder haben ein Recht auf ihre Einmaligkeit und auf ihr „Ich-Sein“. Sie wollen mit ihren Stärken und Schwächen akzeptiert und nicht mit anderen Kindern verglichen werden. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, kann sich ein Kind als eigenständige Persönlichkeit entwickeln.

  • Ihr Recht auf Gefühle

Kinder sind heute einer Fülle von Eindrücken und Informationen ausgesetzt. Mit den dabei entstehenden Gefühlen werden sie oftmals alleine gelassen, ihre Gefühle werden unterdrückt und verdrängt. Häufig kommt es dann zu Entwicklungsstörungen wie psychosomatischen Erkrankungen, innerer Unruhe und Unzufriedenheit.

Kinder brauchen deshalb Verarbeitungshilfen wie Rollenspiele, Gespräche, kreatives Malen, viel Bewegung und ein verstärktes Maß an Zuwendung. Sie lernen dadurch:

      Ängste zu äußern

      Freude zu zeigen

      Trauer auszuleben

      wütend zu sein.

  • Ihr Recht auf Freiräume

Die Möglichkeiten für Kinder sind durch veränderte Wohn- und Lebenssituationen stark eingeschränkt. Es ist schwierig, ihre Umwelt zu erforschen oder einfach nur Dinge, die sie neugierig machen, auszuprobieren. Sie benötigen deshalb Freiräume, um die Umgebung Stück für Stück zu begreifen.

  • Recht auf Bewegung

Die Bewegungsmöglichkeiten der Kinder sind heute stark eingeschränkt. Durch eine veränderte Infrastruktur (starker Straßenverkehr, enge Wohnverhältnisse usw.) ändert sich zwangsläufig ihre Freizeitverhalten. Dieser Mangel an Bewegung führt erwiesenermaßen zu Anspannungen, Aggressionen und Konzentrationsstörungen. In der Bewegung erobern Kinder ihre Umwelt, lernen Gefahren kennen und einzuschätzen, ihren Körper zu spüren und Bewegungsabläufe zu koordinieren. In unserem großen Außengelände und Turnraum finden die Kinder in unserer Kindertagesstätte Mullewapp ausreichend Gelegenheit, ihre Körper zu spüren und somit die Abläufe in ihren Bewegungen besser zu koordinieren.

  • Recht auf Ruhe und Rückzug

Termine, Lärm und Hektik führen dazu, dass den Kindern Zeit und Ruhe fehlt. Sie können immer seltener eine Tätigkeit zu Ende führen. Es fehlt ihnen weiterhin die Möglichkeit, sich der Kontrolle und Beobachtung durch Erwachsene zu entziehen. Kinder brauchen aber für eine gesunde Entwicklung Ruheräume und Rückzugsmöglichkeiten, um zu entspannen, Erlebtes zu verarbeiten und Kraft zu schöpfen. Deshalb gibt es in unserer Kindertagesstätte „Mullewapp“ Kuschelecken und Rückzugsräume. Durch unsere Teilöffnung haben die Kinder die Möglichkeit, sich alle Räume der Kita zu eigen zu machen.

  • Recht auf Spiel

Spielen ist für Kinder ein Grundbedürfnis. Dem wird von Erwachsenen oftmals eine zu geringe Bedeutung beigemessen. Kinder werden häufig aus ihrem Spiel herausgerissen und in ihrem Spielerleben eingeschränkt. Kinder, die im Kindergartenalter nicht ausreichend gespielt haben, leiden später in der Schule unter Konzentrationsstörungen, sie sind leicht ablenkbar, und es fehlt ihnen an Lernmotivation. In der Kita „Mullewapp“ hat das Spiel für die Entwicklung der Kinder einen hohen Stellenwert. Im Spiel lernen Kinder, mit Gefühlen umzugehen. Sie Lernen Zusammenhänge und Grenzen kennen, üben Sozialverhalten und entwickeln ihre Lernfähigkeit.

  • Recht auf Grenzen und Regeln

Erwachsene setzen Kindern kaum noch Grenzen. Das macht Kinder orientierungslos und unsicher. Grenzen setzen bedeutet nämlich nicht Einengung, sondern vor allem Orientierungshilfe, Sicherheit, Verlässlichkeit und Klarheit. Wir müssen den Kindern Grenzen setzen, die für sie nicht einengend, sondern nachvollziehbar sind. Grenzen dürfen nämlich nicht starr sein, sondern sie müssen sowohl von den Erwachsenen als auch von den Kindern hinterfragt und verändert werden können.

  • Recht auf Kontakte

Durch veränderte Familienstrukturen in Ein- und Zweikindfamilien fehlt es den Kindern häufig an Kontakten mit Gleichaltrigen. Kinder brauchen aber Kontakte zu anderen Kindern, um Erfahrungen zu sammeln, um Konflikte zu bewältigen und um mit Gefühlen umgehen zu lernen, Rücksichtnahme und Hilfestellung zu üben und Toleranz zu entwickeln.

  • Recht auf eine intakte Umwelt

In unseren Wald- und Naturtagen, die als Projekte durchgeführt werden, können die Kinder Umwelterfahrungen sammeln. Dabei werden Entwicklungs- und Lebenszyklen entdeckt, Jahreszeiten und biologische Zusammenhänge begriffen. Sie erfahren bei uns umweltgerechtes Verhalten und werden angeleitet, Rohstoffe wie Wasser, Luft und Wärme sparsam zu nutzen. Umwelterziehung, dazu zählt auch Müllvermeidung, Sortierung usw.

                           

  

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