|
Die
Möglichkeiten für Kinder sind durch veränderte Wohn- und Lebenssituationen stark
eingeschränkt. Es ist schwierig,
ihre Umwelt zu erforschen oder einfach nur Dinge, die sie neugierig machen, auszuprobieren. Sie benötigen deshalb
Freiräume,
um die Umgebung Stück
für Stück zu begreifen.
Die
Bewegungsmöglichkeiten der Kinder sind heute stark eingeschränkt. Durch eine
veränderte Infrastruktur (starker
Straßenverkehr, enge Wohnverhältnisse usw.) ändert sich zwangsläufig ihre Freizeitverhalten. Dieser
Mangel an Bewegung
führt erwiesenermaßen zu Anspannungen, Aggressionen und Konzentrationsstörungen.
In der Bewegung
erobern Kinder ihre Umwelt, lernen Gefahren kennen und einzuschätzen, ihren
Körper zu spüren und
Bewegungsabläufe zu koordinieren. In
unserem
großen
Außengelände und
Turnraum
finden die Kinder in unserer Kindertagesstätte Mullewapp
ausreichend Gelegenheit, ihre Körper zu spüren und somit die Abläufe in ihren
Bewegungen besser zu koordinieren.
Termine, Lärm
und Hektik führen dazu, dass den Kindern Zeit und Ruhe fehlt. Sie können immer
seltener eine Tätigkeit zu Ende führen. Es fehlt ihnen weiterhin die
Möglichkeit, sich der Kontrolle und Beobachtung durch Erwachsene zu entziehen.
Kinder brauchen aber für eine gesunde Entwicklung Ruheräume und
Rückzugsmöglichkeiten, um zu entspannen, Erlebtes zu verarbeiten und Kraft zu
schöpfen. Deshalb gibt es in unserer Kindertagesstätte „Mullewapp“
Kuschelecken
und Rückzugsräume.
Durch unsere Teilöffnung haben die Kinder die
Möglichkeit, sich alle Räume der Kita zu eigen zu
machen.
Spielen
ist für Kinder ein
Grundbedürfnis. Dem wird von
Erwachsenen oftmals eine zu geringe Bedeutung beigemessen.
Kinder werden häufig aus ihrem Spiel herausgerissen und in ihrem Spielerleben
eingeschränkt. Kinder, die im
Kindergartenalter nicht ausreichend gespielt haben, leiden später in der Schule
unter
Konzentrationsstörungen, sie sind leicht ablenkbar, und es fehlt ihnen an
Lernmotivation. In der Kita „Mullewapp“
hat das Spiel für die Entwicklung der Kinder einen
hohen Stellenwert.
Im Spiel lernen Kinder, mit Gefühlen
umzugehen. Sie Lernen Zusammenhänge und Grenzen kennen, üben Sozialverhalten und
entwickeln ihre Lernfähigkeit.
Erwachsene
setzen Kindern kaum noch Grenzen. Das macht Kinder orientierungslos und
unsicher. Grenzen setzen bedeutet
nämlich nicht Einengung, sondern vor allem Orientierungshilfe, Sicherheit, Verlässlichkeit und Klarheit. Wir müssen den
Kindern
Grenzen setzen,
die für sie nicht einengend, sondern nachvollziehbar sind. Grenzen dürfen nämlich nicht
starr sein, sondern sie müssen sowohl von den Erwachsenen als auch von den
Kindern hinterfragt und verändert
werden können.
Durch veränderte Familienstrukturen in Ein- und Zweikindfamilien fehlt es den
Kindern häufig an Kontakten mit
Gleichaltrigen. Kinder brauchen aber Kontakte zu anderen Kindern, um Erfahrungen
zu sammeln, um Konflikte zu
bewältigen und um mit Gefühlen umgehen zu lernen, Rücksichtnahme und
Hilfestellung zu üben und Toleranz zu
entwickeln.
In unseren
Wald- und Naturtagen, die
als Projekte durchgeführt werden,
können die Kinder
Umwelterfahrungen sammeln. Dabei werden Entwicklungs- und Lebenszyklen entdeckt,
Jahreszeiten und biologische Zusammenhänge begriffen. Sie
erfahren bei uns
umweltgerechtes Verhalten
und werden angeleitet, Rohstoffe wie
Wasser,
Luft und Wärme sparsam zu nutzen. Umwelterziehung, dazu zählt auch
Müllvermeidung, Sortierung usw.
|